Bio-Hof Karl-Martin Schulz

Birkach am Forst, Schweinezucht

Schweinezucht auf Bio- Basis. Foto: Heinz Stammberger

Birkach am Forst

Eine Veranstaltung zum Tag der Regionen führte die Kreisgruppe Lichtenfels-Coburg im Bund Naturschutz auf dem Bio-Hof des Landwirtes Karl-Martin Schulz in Birkach am Forst durch. Die einheimischen Erzeuger von Lebensmittel, und deren regionalen Vermarktung stehen im Mittelpunkt des bundesweiten Informationstages, führte der Lichtenfelser Kreisvorsitzender Anton Reinhardt aus. Der BUND verfolgt das Ziel, die Lebensmittel vom Ladentisch bis zur Anbaufläche zurück verfolgen zu können. Deshalb gilt der Leitspruch:“Gentechnikfrei vom Acker bis zum Teller“. Davon konnten sich die Besucher auf dem Bio -Hof des Birkacher Landwirtes überzeugen. Die rund 60 Milchkühe sind in einem Laufstall untergebracht und erhalten nur gentechnikfreie, selbsterzeugte Futtermittel. Für den Nachwuchs sorgt ein kräftiger ebenfalls freilaufender Bulle, der sich inmitten seiner Kühe augenscheinlich wohl fühlt. Eine künstliche Besamung lehnt der Landwirt ab. Der Nachwuchs ist in kleinen Gruppen in Boxen untergebracht. Gute Qualität hat aber auch seinen Preis, führte Reinhardt weiter aus. Die Landwirte müssten daher ihre Produkte auch zu fairen

Preisen vermarkten. Denn ohne die Landwirte würde auch die vielfältige, liebenswerte Kulturlandschaft im Maintal und im Coburger Land verloren gehen. Seit 20 Jahren betreibt Karl-Martin Schulz seinen Bio-Hof. Seine Milchkühe geben durchschnittlich 5000 bis 6000 Liter Milch jährlich. Diese könne er aber zu einem höheren Preis als die konventionellen Landwirte an den Milchhof liefern. Statt Kunstdünger werden als Vorfrucht Leguminosen auf den Feldern angebaut, so werde der Eintrag von Nitraten in das Grundwasser vermeidet, führte Schulz während der Besichtigung aus. Nach seiner Meinung sollte die Milch halb so teuer wie das Bier sein. Besonders für die Kinder waren die Mutterkühe, die sich füttern ließen, ein ehemaliges Zirkuspferd welches auf dem Hof ein würdiges Leben verbringt und freilaufende wohlgenährte Schweine jedoch bessere und unterhaltungswertere Objekte als die Milchkuhherde. Die riesigen landwirtschaftlichen Geräte, ohne die ein Bio-bauer auch heute nicht auskommt, zeigte von den gemachten finanziellen Investitionen in den Machinenpark.





Heinz Stammberger

 

Tag- der Region 2009 BUND

Bio-Hof: Karl-Martin Schulz beim füttern. Foto: Heinz Stammberger Bio-Hof: Kinder lernen Kälber kennen und füttern. Foto: Heinz Stammberger