Verkehrslandeplatz Coburg

Hier finden Sie das Neueste zum Landeplatz bei Meeder .........weitere Hinweise...........weitere Hinweise finden Sie hier....................

So wählen Sie richtig..................Geldgier vernebelt die Sinne.................Starkstromleitung P44...........................Kurzfilm des BR zum Verkehslandeplatz Coburg.........................Pressemitteilung des BUND.............................BUND zum Landeplatz.....................Hohe Messlatte.............................Kein Steuergeld.........................................Leserbrief, einer von vielen......................BI..................Mit klarer Mehrheit.........................

Leserbrief Callenberg

Leserbrief

Wird jetzt der Callenberg abgeholzt?

Zur Berichterstattung ・der den geplanten Neubau eines Verkehrslandeplatzes, den das Luftamt Nordbayern ablehnt,
Als ich am Freitag die Neue Presse von der Wohnungstür hereinholte, rieb ich mir verwundert die Augen: „Keine Genehmigung für den neuen Coburger Flugplatz" stand unter dem schönen Bild vom Goldbergsee. Den Grund für die verweigerte Ge nehmigung des Flugplatzneubaus bei Neida sieht das Luftamt Nordbay ern in dem hügeligen Waldgelände des Callenberger Forstes, das einen „sicheren Anflug auf den geplanten Flugplatz" nicht zulasse. Hier haben die Experten gesprochen, aber Willi Kuballa, ein anderer Experte und Ge schäftsführer der Projektgesellschaft, sieht das ganz anders! Für ihn sind die „möglichen Genehmigungshin dernisse",' von denen er schon seit Langem wusste „mit geringfügigem Aufwand" lösbar. Ich sehe das so: Der Callenberger Forst wird in einer Wo che „mit geringfügigem Aufwand" abgeholzt und in einer weiteren Woche wird das Gelände eingeebnet. Dann endlich kann der Flugplatz ge baut werden, weil sonst die Coburger Wirtschaft kollabiert. Im Vorbeiflug hat man dann noch einen herrlichen Blick auf Schloss Callenberg und den Goldbergsee. Dr. Jörg Büke, Coburg

Neuer Flugplatz vor dem AUS?

Laut den beiden Coburger Tageszeitungen vom Freitag, 21.August 2015 steht der geplante Verkahrslandplatz bei Meeder vor dem AUS.Das Luftamt Nordbayern stellte der Coburger Projektgesellschaft "Verkehrslandeplatz bei Meeder" ein Ultimatum. Entweder nimmt die Projektgesellschaft den Bauantrag zurück, oder die Behörde stoppt die weiteren Planungen. Begründet wird dies mit der "Hindernisproblematik". Dabei müßten sowohl große Baumbestände im Callenberger Forst gefällt werden, auch die Höhen des Geländes müßten eingeebnet werden. Betroffen soll eine Gesamtfläche von 1 000 Hektar sein, schreibt die DFS. Eine Hintertür steht noch offen, das Bundesverkehrsministerium müßte eine Sondererlaubnis aussprechen. Landrat Michael Busch will genau hinsehen, welche Fehler gemacht wurden, da bereits rund 2,5 Millionen Euro an Ausgaben angefallen sind. Der Landkreis Coburg ist nach dem Erfolg des Volksbegehren nicht mehr Mitglied in der Projektgesellschaft. BUND Naturschutz, Richard Mergner, begrüßt die Entscheidung. Der BUND hat erst vor kurzem eine weitere Fachstellungnahme abgegeben. Dabei wird auf das Dichtezentrum Rotmilan hingewiesen, das sich zwischen Wiesenfeld und Neida befindet. Ein Freudenschrei kommt erst, wenn das entgültige Aus für den Verkehrslandeplatz Meeder feststeht. Probleme sind lösbar, meinte der Geschäftsführer der Projektgesellschaft Willi Kuballa.

Leserbrief-Flugbewegungen

„Falsche Angaben zu Flugbewegungen-Leserbrief-"
Die Befürworter des geplanten Verkehrslande Platzes in Neida wollen einen Flugplatz für den gewerblichen Verkehr (Charterverkehr). Das ist vergleichbar mit den Plätzen in Hof oder Kassel-Calden. Die Gegner favorisieren den Ausbau der Brandensteinsebene für den Werksver kehr. Das ist Flugverkehr von Firmen so, wie er seit Jahren in Coburg praktiziert wird. Die Projektgesellschaft Verkehrslandeplatz beantragt im Planfeststellungsverfahren einen regionalen Flugplatz für gewerblichen Flugverkehr. Die luftrechtlichen Vorschriften sehen für diese Plätze höhere Sicherheitsbestimmungen und längere Landebahnen vor. Das kann auf der Brandensteinsebene nur bedingt erfüllt werden. Ist der Bedarf für einen Charter-flugplatz trotzdem gerechtfertigt?
Im Planfeststellungsverfahren (Seite 71) Werden 800 Flüge pro Jahr im Werksverkehr angegeben. Das Planungsbüro CDM begründet den Neubau unter anderem damit, dass der Werks- und Geschäftsverkehr .das am stärksten betroffene Aufkommensegment auf der Brandensteinsebene wäre. Das ist nachweislich falsch. Das größte Aufkommenssegment dort sind die privaten Flüge, die jährlich bei etwa 14000 liegen. Nur etwa fünf Prozent entfallen auf den Werksverkehr. Ein Hauptargument für den Neubau ist der Instrumentenflug (IFR). Dieses Verfahren wird bei schlechten Sichtbedingungen für den Anflug genutzt. Bei Nebel und sehr tief hängenden Wolken kann nicht gelandet werden.
Im Gutachten „Flugklimatologie"wird dargestellt: Schlechtwettertage mit Sichtweiten unter 200 Meter treten im langjährigen Mittel in etwa
0,7Prozent aller Stunden auf. Das entspricht etwa 60 Stunden. Bei, 794 Werksverkehrflügen sind 0,7 Prozent statistisch gesehen nur 5,5 Flüge pro Jahr. ' Gerhard Wolf,Bad Rodach

Bürgerbegehren in der Stadt Coburg?

„So langsam platzt einem der Kragen"

Wer glaubt, dass Volksvertreter das Volk vertreten, glaubt auch, dass Zi tronenfalter Zitronen falten. So langsam kann auch dem friedliebendsten Bürger der Kragen platzen. In Coburg zeigt die Politik ganz offen, dass sie der Wille des Volkes nicht interessiert, man sieht sich als reine Wirt schaftsvertreter. Was könnte man nach dem Bürgerbegehren im Land kreis alles hören: „Da hat eine Minderheit entschieden." - „Der Ent scheid ist nur zeitlich begrenzt bindend." - „Das Thema Landkreisbeteiligung kann doch noch nicht abgehakt sein." - „Wir werden alles tun, damit der Flugplatz gebaut wird," Gemäß dem Motto: Was schert uns das Volk. Wie Wähler verachtend muss man sein, um öffentlich solche Aussagen zu machen. Und jetzt der Beschluss des Coburger Feriensenats, sich bis 2025 an die Projektgesellschaft Verkehrslandeplatz zu knebeln. Damit offenbaren sie ihre Angst und Panik vor ihren eigenen Wählern. Ein legaler Schachzug? Mag sein, aber einer mit dem Ziel, die eigene Königin, das souveräne Volk, matt zu setzen. Damit wird unser kostbarstes Gut, unsere freiheitliche Demokratie mit dem Volk als einzi ger Souverän, mit Füßen getreten. Politiker, die1sich dafür hergeben, sollten sich bitte daran erinnern, dass sie einen Eid auf unsere Verfas sung geschworen haben und sich ernsthaft darüber Gedanken ma chen, was dieser Eid in seinem Grundsatz bedeutet.Christine Pötsch-Lauer,
Großgarnstadt (Quelle)

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Erste Reaktionen

Mit dem Ausgang des Volksentscheides zeigte sich Dagmar Escher, Kreisrätin der Grünen sehr zufrieden.

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Die Sprecherin des Bürgerentscheides, Simone Wohnig, war sich bewusst, dass dies nur ein Etappensieg war. Jetzt soll auch in der Stadt Coburg ein Bürgerbegehren stattfinden. Danach könnte bei einem Volksentscheides der Stadtbewohner der Neubau verhindert werden.

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Die Gegner des Verkehrslandeplatzes Meeder befürchten Kosten von rund 70 Millionen Euro. Die Befürworter geben die Kosten mit rund 30 Millionen Euro an.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Über den Mit dem Ausgang des Bürgerentscheides waren Friedrich Herdan, Präsident der Industrie- und Handelskammer Coburg , sowie Landrat Michael Busch nicht zufrieden. Durch den notwendigen Austritt des Landkreises Coburg aus der Projektgesellschaft müssen 1, 5 Millionen Euro von den anderen Befürwortern aufgebracht werden.

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Nach dem Erfolg des Bürgerentscheides der Landkreisbewohner wollen nun auch die Grünen in der Stadt Coburg auf einen Volksentscheid mit dem Ziel, dass auch die Stadt Coburg, die mit 5 Millionen Euro an der Projektgesellschaft beteiligt ist,auf eine Austritt hinarbeiten. Martina Benzel-Weyh, Grüne Fraktion im Stadtrat Coburg, gab sie bekannt.

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Endergebniss des Bürgerentscheides

Wahlbeteiligung:
Stimmberechtigte : 71 416
Wähler: 24 640
Wahlbeteiligung: 34,50 %
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Stimmen für den Austritt aus der Projektgesellschaft: 15 859 (Stichfrage)
Stimmen für den Verbleib in der Projektgesellschaft: 8218 (Stichfrage)
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Gültige Stimmen: 24 077
Ungültige Stimmen: 563
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Ergebnisse der Gemeinde Untersiemau mit ihren Gemeindeteile finden Sie ...............hier..................

Geldgier vernebelt die Sinne

„Geldgier vernebelt die Sinne"
ZumVerkehrslandeplatz
Mit großer Sorge beobachte ich seit meiner Kindheit, in welchem Tempo allein im Kaum Goburg die Landschaft verbaut wird. Haben wir es noch nicht gemerkt, dass wir mit Wirtschaftswachstum unseren Lebensraum zerstören? So lange wir die Natur nicht als wertvolles Gut (Wirtschaftsgut) anseheh> wird sich dies fortsetzen. Die meisten der Coburger Großunternehmer und auch ein Wendehals-Landrat '(„Während meiner Amtszeit wird es keinen Flugplatz geben...") haben wahrscheinlich studiert. Diese müssten es besser wissen. Doch die Geldgier vernebelt die Sinne. Sind die Vorzeichen nicht schon allzu deutlich zu spüren? Für jeden Quadratmeter Land (in Deutschland über 700,000, also 70 Hektar, was einer Fläche von sieben Kilometern mal 100 Metern entspricht!), den wir Tag für Tag unserer Landwirtschaft wegnehmen, muss anderweitig durch Waldrodung landwirtschaftliche Fläche geschaffen werden. In der Regel wird dies im Ausland geschehen.
Wald ist eines der wichtigsten Güter dieser Erde. Er produziert den Großteil des Sauerstoffes. Durch großflächige Rodungen wird das Klima schlechter, und unser Geld wird nicht ausreichen, diesen Schaden wieder in Ordnung zu bringen. Es ist mit Sicherheit möglich, die Branden-steinsebene weiter zu nutzen! Flugplätze sind auch ein Sprungbrett, um Arbeitsplätze ins Ausland zu verla^ gern! Stimmen Sie nicht gegen Ihren Lebensraum 'und verhindern Sie durch Ihre Stimme Pro Bürgerbegehren den neuen »Veikehrslandeplatz! Lassen Sie der Landwirtschaft ihre Fläche, hier wird auch Ihr Brot erzeugt. Denn Geld kann man nicht essen!
Peter Schlamm, Großheirath

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Lesebrief, Alte Standorte

Lesebrief von Helmut Schmitt-Treiber, Coburg
Dank des Kommentars von Wolf gang Braunschmidt in der NP erfuhr ich, dass die 380-kV-Leitung P44 das geplante Flugplatzgelände bei Neida durchqueren könnte. Es erstaunt au ßerordentlich, dass das die Schar der Fachleute vor und bei der Planung des Flugplatzes nicht gemerkt hat. Dabei scheint diese Tatsache bereits seit 2012 bekannt gewesen zu sein.
Da wird geplant, für die Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens werden locker 2,1 Millionen Büro ausgegeben - und dann plötzlich die Erkenntnis, dass man damit einem europäischem Projekt in die Quere kommt. Aufgepasst an den Standort-alternativen in Ahorn-Gossenberg, Ebersdorf-Bieberbach/Fürth am Berg, Itzgrund! Wenn die 380-kV-Lei-tung den Bau bei Neida verhindert, dann sind diese Standorte wieder im Rennen. In den Planfeststellungsun terlagen sind diese Alternativstand orte aufgeführt. Am besten geeignet
wäre wohl Ebersdorf-Bieberbach. Dort hat sich der Gemeinderat erst jüngst mehrheitlich für den Bau ei nes neuen Verkehrslandeplatzes aus gesprochen. Die Firma Schumacher wäre am Ziel ihrer Wünsche.
Für den Neustadter Stadtrat ist die wirtschaftliche Notwendigkeit eines neuen Verkehrslandeplatzes unab dingbar. Also alles bestens. Der Coburger Steinrücken ist natürlich auch noch da, wenn er denn ordent lich geprüft werden würde, nicht so wie in den Planfeststellungsunterla gen, wo an ihn höhere Maßstäbe als an Neida angelegt wurden, damit er als Alternative ausschied. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Als be troffener Beiersdorfer Bürger bin ich gegen einen Verkehrslandeplatz zwi schen Wiesenfeld und Neida, also in nieirier unmittelbaren Nachbar schaft. Aber gemäß dem Sprichwort „Was du nicht willst, das man dir tu', das füg* auch keinem ändern zu" wünsche ich keinem Mitmenschen ' so • ein landschafts(zer)fressendes und lärmendes Großprojekt vor der Haustür.

Starkstromleitung P 44

Angemerkt : "Auf den letzten Drücker " von Wolfgang Braunschmidt , Neue Presse Coburg:
In einem Kommentar schreibt Wolfgang Braunschmidt, dass entlang des geplanten Landeplatzes in Meeder, Landkreis Coburg, schon seit 2012 eine 380 Volt Starkstromleitung ( P 44 ) von Schalkau, Thüringen, bis nach Unterfranken geplant sei. Diese Hochspannungleitung berührt auch das geplante Gelände bei Meeder. Der Bundesrat hat bereits seine Zustimmung gegeben und die Netzbetreiber beharren auf einer großen, zweiten Stromleitung durch das Coburger Land. " Deshalb mutet es seltsam an, wenn Politiker erst jetzt, auf den letzten Drücker, gegen die P 44 zu Felde ziehen" (Quelle NP Coburg)
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Auch Söder dagegen

Ein Link zu einem interessanten Kurzfilm zum Verkehrlandeplatz Brandensteinsebene und VLP
Bitte helft, dass der Film von möglichst vielen Menschen angeschaut werden kann und schickt den Link weiter.





http://www.tvbayern.de/mediathek/video/zukunft-des-coburger-verkehrslandeplatzes-brandensteinsebene

Liebe Grüße

Manuela

Pressemitteilung des BUND

PLANFESTSTELLUNGSVERFAHREN BN GIBT UMFANGREICHe EINWENDUNG
ZUM GEPLANTEN FLUGHAFEN COBURG AB„NICHT GENEHMIGUNGSFÄHIG“
Der BN Landesverband hat am 4. Mai 2015 beim Luftamt Nordbayern fristgemäß seine Einwendungen gegen den geplanten Neubau eines Verkehrslandeplatzes Coburg bei Neida abgegeben. Die Stellungnahme umfasst 167 Seiten mit umfangreichen Anlagen. Der Naturbund Umweltschutzverband untermauert damit seinen Willen, den Neubau zu verhindern und dies notfalls gerichtlich überprüfen zu lassen.Der BN bittet darin das zuständige Luftamt Nordbayern, eine Behörde der Regierung von Mittelfranken, den Plan nicht festzustellen.„Wir haben eine Menge guter Argumente zusammengesammelt, die zum Teil schon öffentlich diskutiert wurden, zum Teil aber auch völlig neu sind. Wir setzen dabei auch auf EU-Recht, das in solchen Verfahren schon öfter zum Stopp unnötiger Eingriffsprojekte führte“, so Richard Mergner, Landesbeauftragter des BN.„Besonderer Dank gilt dem Bündnis für die finanzielle Unterstützung bei der rechtsanwaltlichen Beratung.„Nach dem fachlichen Endspurt der letzten Wochen hoffen wir nun auf einen guten Ausgang des Bürgerentscheides im Landkreis, mit dem ein weiterer Sargnagel in das Projekt geschlagen würde. Und wir setzen natürlich darauf, dass es Ende 2015 oder 2016 zu einem öffentlichen Erörterungstermin kommt, in dem wir unsere Einwände auch im Detail vortragen können“, so Dr. Wilhelm Stadelmann, Stellv. Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Coburg.Dagmar Escher, Sprecherin des „Bündnis für die Region gegen den Verkehrslandeplatz“ und der BI „Weißer Berg“: „Zusammen mit den mittlerweile 4.500 Sammeleinwendungen und diversen fundierten Stellungnahmen des LBV, von Grundstückseigentümern, von Gemeinden wie Bad Rodach und BürgerInnen haben wir ein starkes Signal gesetzt. Der Neubau ist unsinnig und unerwünscht. Die Bearbeitung der Akten hat dies noch deutlicher gemacht. Das Vorhaben wird abgelehnt, weil es für einen Neubau eines Verkehrslandeplatzes in Neida-Wiesenfeld keinen erkennbaren und nachgewiesenen Bedarf gibt,
Die BN-Stellungnahme steht als Download im Internet unter http://www.bund-naturschutz.de/presse-aktuelles/pressemitteilungen.html zur Verfügung.
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BUND zum Landeplatz

Gesendet: Montag, 4. Mai 2015 09:46
An: Bund Naturschutz Coburg
Betreff: Stellungnahme BN, Infoblatt zu Planfesstellungsunterlagen

Sehr geehrte Mitglieder,
im Anhang finden Sie die Stellungnahme des Bund Naturschutzes, die beim Luftamt Nordabayern eingereicht wurde. Sie darf und soll verbreitet werden.
Das angehängte Infoblatt zu Fakten aus den Planfeststellungsunterlagen bitte ebenfalls weitergeben: Ausdrucken, über den privaten e-mail Verteiler versenden.

Viele Grüße

Dagmar Escher
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Aus den Planfeststellungsunterlagen
Dimension des Flugplatzes:
Start-Landebahn mit einer Länge von 1420m
Beidseitige Anflugbefeuerung, je 42m Länge
Parallelrollwege mit einer Länge von 1420m
Motorfluggrasbahn mit einer Länge von 700m
Kombinierte Motor- und Windenschleppstrecke
zwei integrierte Segelflugbahnen, Länge 250m
Errichtung von Vorfeldflächen, Flächen für Flugzeughallen, Tankstelle Kontrollturm Kapazität ausreichend für 150 000 Starts im Jahr zum Vergleich Brandensteinsebene (Quelle: Statistisches Bundesamt)
2002 Starts aller Flugarten insgesamt: 7765
2011 Starts aller Flugarten insgesamt: 7035
kein Instrumentenflugbetrieb!
2013 Starts aller Flugarten insgesamt: 5355
angegebene Baukosten 30 Mio Euro. Diese Kostenannahme gilt seit 2005 .Bereits die Unterlagen des Technischen Bericht über die Erdbewegungen, Erdmassenberechungen
zeigen auf, dass dieser Kostenrahmen nicht zu halten sein wird, da alle Materialangaben sehr knapp
bemessen und sehr preisgünstig angenommen wurden. Baukosten von mindestens 72 Mio. Euro prognostiziert unabhängiger Gutachter. Das jährliche Betriebskostendefizit werde, ausgehend von der Bausumme, ca. 5-6 Mio Euro betragen.
Hochbauten wie Tower und Tankstelle fehlen. Es ist davon auszugehen, dass die Kosten für diese
Bauten nicht in der Bausumme enthalten sind und notwendigerweise dazu kommen müssen.
Rückbaukosten Brandensteinsebene fehlen Finanzierung nicht gesichert Es gibt keine schriftliche Zusicherung des Freistaates Bayern, das er bis zu 15 Mio. Euro Zuschuß
geben wird. Die Absichtserklärung ded Innenminister Herrmann beinhaltet Zuschüsse für Ausbau
Brandensteinsebene ( TV Bayern live 30.9.14)
Einige Firmen erklären Absicht Summe zu den Baukosten beizusteuern. Eine Verpflichtung zur
Beteiligung an den viele Jahrzehnte lang erforderlichen Betriebskosten gibt es nicht.
Zum Jahresende 2015 wird Verschuldung d.Landkreises Coburg 39 Mio. Euro betragen. Pro
Einwohner entspricht das 446 Euro, Landesdurchschnitt 240 Euro. Regierung v. Oberfanken fordert
Haushaltskonsoldierung, Einsparungen, insbesondere bei freiwilligen Leistungen,
Flugplatzbau ist eine freiwillige Leistung

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Lesebrief Hohe Messlatte

Hohe Messlatte
Während die Gegner des Neubaus eine „Aufqualifizierung" des vorhandenen Flugplatzes auf der Branden-steinsebene für geboten und ausreichend halten, sagen die Neubau-Befürworter, dass dies Richtlinien konform nicht möglich und deshalb der Bau einer neuen Anlage unumgänglich sei. Versucht man als Außenstehender sich hierzu eine fundierte Meinung zu bilden, so landet man sehr schnell in einem Gestrüpp aus Mindest-Landebahnlängen, Anflugbefeuerungen, Instrumenten unterstütztem Flugbetrieb oder Sichtflug etc. Hat man sich aber einmal - soweit das als Laie möglich ist - Klarheit verschafft, so dämmert einem, dass die Neubau-Befürworter offenbar das Anforderungsprofil tatsächlich so hoch angesetzt haben, dass es durch einen Ausbau auf der Brandensteinsebene tatsächlich keinesfalls zu -100 Prozent erreicht werden kann. Na gut, also ist ein Neubau tatsächlich unumgänglich. In der Tat, wenn ich die Messlatte so hoch anlege, ist die Diskussion auf der Stelle beendet. Die entscheidende Frage ist jedoch: Wie viel von dem hundertprozentigem „, Wünisch-Dir-was-Anforderungsprofil müsste denn tätsächlich gestrichen werden? Oder konkret: Wie viele der von den Unternehmen gewünschten Flüge könnten bei einem Ausbau der Brandensteinsebene nicht stattfinden? Nach meinen Informationen handelt es sich dabei um eine äußert geringe Anzahl. Man wird also durch einen Auroau der Anlage Brandensteinsebene das von den hiesigen Unternehmen aufgestellte Anforderungsprofil nicht zu 100 Prozent erreichen. Anderseits würde aber das 100-Prozent-Ziel wohl so knapp verfehlt, dass es ge-, radezu abenteuerlich erscheint, diese Lücke unter Inkaufnahme von Millionenausgaben, landenteignung, Umweltzerstörung usw. „koste es was es wolle" schließen zu wollen.
Reiner Steppan, Ebersdorf/C.
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Aufruf zur Wahlbeteiligung

Bürgerentscheide „Austritt oder Verbleib" des Landkreises Coburg in der Projektgesellschaft Verkehrslandeplatz Coburg GmbH
Die ausführliche Abstimmungsbekanntmachung der Bürgerentscheide am 14.06.2015 wurde im letzten Amtsblatt Nr. 9/2015 veröffentlicht.
Alle Stimmberechtigten haben mittlerweile eine Benachrichtigungskarte mit dem jeweiligen Abstimmungsraum erhalten.
Für Untersiemau wurden zwei, für Stöppach, Haarth, Weißenbrunn a.F. und Meschenbach wurde jeweils ein Stimmbezirk festgelegt.
Aus rechtlichen Gründen (Verletzung des Geheimhaltungsgrundsatzes bei zu kleinen Bezirken) wurden die Gemeindeteile Scherneck und Ziegelsdorf sowie Birkach a.F. und Obersiemau zu jeweils einem Abstimmungsbezirk zusam-mengefasst.
Wer die Möglichkeit der Briefwahl nutzen möchte, kann bis zum 12.06.2015,15:00 Uhr im Rathaus Untersiemau den notwendigen Abstimmungsschein beantragen.
Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Abstimmungsbekanntmachung.
Ich bitte alle recht herzlich, ihr Wahlrecht in Anspruch zu nehmen.
Zeigen Sie mit Ihrer Stimmabgabe, dass Sie an der Zukunft des Landkreises interessiert sind.
Rolf Rosenbauer 1. Bürgermeister

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Leserbrief -kein steuergeld

Keine Steuergelder für nicht öffentlichen Landeplatz

Es ist unstrittig, dass es beim Flugplatz Neida-Coburg gar keinen Bedarf zu Diensten des Allgemeinwohls geben kann, da dieser nichtöffentlich ist. Somit ist der geplante Neubau auch kein mit dem Bau von Autobahnen vergleichbares infrastrukturelles Bauvorhaben und damit auch keine Sache der öffentlichen Hand, wie auf der Webseite der Projektgesellschaft behauptet wird. Frau Dr. Yvonne Ziegler, Professorin für internationales Luftverkehrsma-riagement, zeigte sich daher in der Fernsehsendung von BR Bayern regional vom 20.10.2014 über die Finanzierung des geplanten Neubaus sehr verwundert. Nach ihren Worten ist ein nichtöffentlicher Flugplatz nach geltendem EU-Beihilferecht gar nicht beihilfekonform, also eine öffentliche Finanzierung nicht rechtens. Demzufolge dürften sich der Freistaat Bayern, Stadt und Landkreis Coburg gar nicht daran beteiligen. Steuergelder dürfen nicht in die Infrastruktur eines nichtöffentlichen Flugplatzes investiert werden. Zitat: „Ein Flugplatz ist nur dann öffentlich wenn er von allen Einwohnern im Einzugsgebiet genutzt werden kann und Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse angeboten werden." Dies ist beim Flugplatz Neida eindeutig nicht der Fall. Es geht also nicht nur um die immer wieder angeführten 1,5 Millionen, 'mit denen der Landkreis die Projektgesellschaft unterstützen will. Es geht auch um die Fördermittel des Freistaates und der Stadt in Höhe von 15 bzw. 5,5 Millionen. Das sind zusammen immerhin etwa 73 Prozent der angenommenen Gesamt-baukosterfvon 30 Millionen. In der gleichen Fernsehsendung zeigte sich Finanz-, Landesentwicklungs- und Heimatminister Söder mehr als skeptisch über Neuplanungen von kleinen Regionalflugplätzen, bei den bekannten finanziellen Problemen der bestehenden, wie in Hof, Bayreuth, Augsburg und Memmingen. Selbst Nürnberg, der für die Region Franken nach seinen Worten unverzichtbar ist, hat gravierende wirtschaftliche Probleme. Warum das in Coburg alles anders sein soll, ist für mich nicht nachvollziehbar. Aber vielleicht interessiert das auch niemanden. Hauptsache der Flugplatz wird gebaut. '
Gerhard Kosuch, Bad Rodach
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Lesebrief Sibbersen

„Das ist Kein Kindergeburtstag"

Für den geplanten Bau eines Verkehrslandeplatzes bei Neida müssen sage und schreibe insgesamt 2,2 Millionen Kubikmeter Erde bewegt werden, wie aus Punkt 3.1. im Erläuterungsbericht zur technischen Planung des Verkehrslandeplatzes Coburg .hervorgeht. Allein zum Abtransport des überschüssigen Mutterbodens von etwa 160000 Kubikmetern werden 9400 Lkw-Fahrten benötigt. Man rechnet, dass 15 Lkw pro Stunde fahren werden, das heißt, dass vier Monate lang 120 Lkw täglich über die dortigen Straßen rollen werden. Die'Gesamtzahl der Fahrten zum Baufeld für den Transport von Frostschutzkies und Asphalt werden mit 6950 beziffert. Innerhalb des Baustellengeländes werden 149000 Lkw-Fahrten benötigt, um das Gelände umzubauen. Vielleicht begreifen jetzt auch die letzten Anwohner, dass es sich hier um keinen Kindergeburtstag handelt, was in den zweieinhalb Jahren Bauzeit an Lärmbelastung auf sie zukommt. Von der Staub- und Dreckbelasturig ganz zu schweigen. Keiner wird es mehr wagen, seine Wäsche im Garten aufzuhängen, seine Fenster zu öffnen oder seine Kinder im Freien spielen zu lassen. Vielleicht wacht jetzt auch der letzte Bewohner unserer Gemeinde auf und läuft gegen den. geplanten Verkehrslandeplatz Sturmi
Sollte dann während der langen Bauzeit einmal Starkregen einsetzen, mag man sich gar nicht vorstellen, was mit den losen Erdmasser passieren könnte. In diesem Zusammenhang sei an die Stadtteilbewohner nahe der Brandensteinsebene im Jahre 2008 erinnert, die sich vehement gegen die geplanten Erdreichbewegungen zum eventuell dortigen Ausbau gewandt haben.
Peter Sibbersen, Wiesenfeld

Lesebrief -Schlechtweg

Leserbriefe
„Der Flugplatz betrifft alle Bürger

Durch den Neubau des Verkehrslandeplatzes Wiesenfeld-Neida entstehen dem Landkreis Coburg wirtschaftliche Nachteile, denn er hat durch hohe Investitionen in Baumaßnahmen einen sehr hohen Schuldenstand erreicht, dessen Tilgung über die nächsten Jahrzehnte bedient werden muss. Die Haupteinnahmequelle des Landkreises ist die Kreisumlage, die die Gemeinden bezahlen müssen. Die im Kreistag" vertretenen Bürgermeister sind bestrebt, diese möglichst niedrig m halten, damit sie ihre Gemeindeaufgäben überhaupt noch erfüllen können.
Die Kosten für den Fhigplatzbäu sind wesentlich zu niedrig angesetzt. Unabhängige Gutachter rechnen mit mindestens 72 Millionen Euro. Dazu kommen die über Jahrzehnte notwendigen, höheren Betriebskostem im Vergleich zur Brandensteinsebene. Unweigerlich muss dann die Kreisumlage steigen. Um sich zu retten, werden die Gemeinden im gesamten Landkreis ihre Gebühren für Leistungen an die Bürger erhöhen müssen. Einsparungen bei freiwilligen Leistungen zum Beispiel für Vereine, Kultureinrichtungen, Jugend-und Seniorenarbeit werden die Folge sein. Das Dilemma betrifft folglich nicht nur uns Bürger im Raum Meeder, Bad Rodäch, Weidach-Weitramsdorf und Lautertal, sondern den gesamten Landkreis Coburg, von der Gemeinde Itzgrund über Seßlach bis Rödental und Neustadt!
Dafür haben wir, die unmittelbar betroffen sind, aber zusätzlich folgendes Damoklesschwert über uns sehweben: Die Einwohner von Neida, Herbartsdorf und Wiesenfeld dürfen damit rechnen, dass durch | die Bauarbeiteri das artesische Wasser im Bereich des möglichen Ver- kehrslandeplatzes abfließt, die dort entstehenden Hohlräume zu Setzungen, Rissen an Gebäuden und Gemeindestraßen führen werden, die immer wieder teuer repariert werden müssen. Immobilien verlieren drastisch an Wert, werden kaum hoch verkäuflich sein. Wer wird neben einem Flugplatz wohnen wollen, der für 190 000 Starts im Jahr ausgelegt wird. Zum Vergleich: Auf der Brandensteinsebene starteten 2013 insgesamt 5654 Flugzeuge, Ballone und Ultraleichtflugzeuge. Stephan Schlechtweg, Wiesenfeld
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Zerstörung eines Kulturgutes

Auszug eines Leserbriefes:
Quelle: Heinz Sobotta

In der Fläche für den Landeplatz bei Meeder befinden sich verschiedene Bodendenkmäler die vernichtet würden. So unter anderem: Bodendenkmal Rangersberg ( D-4-5631-0033 ) Mittlere Steinzeit ; Das Bodendenkmal Rangersberg dürfte einer der ersten Zeitzeugen über die Besiedlung durch den Menschen im Coburger Raum sein.

Ausbau oder

Auszug aus einem Kommentar von Wolfgang Braunschmidt Neue Presse Coburg: Zusammenfassung: Für den Verkehrslandplatz bei Meeder werden rund 70 Hektar, zum Teil sehr gutes Ackerland benötigt. Hinzu kommen noch rund 65 Hektar Ausgleichfläche. Es sollen auch sogenannte Lerchenfelder angelegt werden. Dies sind einige Quadratmeter Land Mitten im Acker, muß als Brachland liegen bleiben. In Bamberg, co 35 Kilometer von Coburg entfernt wurde ein Landeplatzn angelegt. Auf diesen können Flugzeuge bis zu 10 Tonnen Gewicht Starten und Landen. Auf der gut ausgebauten Autobahn ( in ca 30 Minuten erreichbar) ist der Landeplatz Bamberg erreichbar.

BI Bürger

BI Bürger für Ihre Region gegen den neuen Verkehrslandeplatz

Das Planfest Stellungsverfahren ist
das Baugenehmigungsverfahren für Großprojekte. Nach einem positiven Beschluss besteht Baurecht.
Der Bau wird auf dem Boden des Landkreises geplant, notfalls will man enteignen können. Dafür ist die Mitgliedschaft des Landkreises nahezu unverzichtbar
Bei einem erfolgreichen Bürgerentscheid muß der Landkreis die Projektgesellschaft verlassen. Damit käme die Satzungskonstruktion der Gesellschaft ins Wanken,
Die IHK zu Coburg, vehemente Einpeitscherin in Sachen Flugplatz, wird sich laut Satzung, nicht an den Kosten für Bau und Betrieb beteiligen. Sie bleibt aberMitgesellschafterin,
WARUM
IST DER LANDKREIS IN DER
PIANUNGSGESELLSCHAFT VLP
WICHTIG?
Da der Flugplatz im Landkreis liegen würde, besteht auf lange Sicht die Gefahr, dass die Stadt Coburg irgendwann sagen könnte: Der Platz liegt auf Eurem Gebiet, wir ziehen uns zurück. Dann könnte es passieren, dass der Landkreis das Betriebskostendefizit für den Platz allein zu tragen hätte. Die Baukosten Sind mit 30 Mio. Euro vermutlich deutlich zu niedrig angesetzt Bei dieser Höhe würde das Betriebskostendefizit pro Jahr ca. l Mio Euro betragen. Und das viele Jahrzehnte lang. Der Landkreis hat selber keine Einnahmen, sondern finanziert sich über die Kreisumlage, die jede Gemeinde abgeben muß.
Dadurch ist jeder Einwohner des Landkreises vom Bau des Flugplatzes und dessen langfristigen Folgen betroffen.
Das Bürgerbegehren härte zum Erfolg 4300 Unterschriften benötig!. Am 20.02.15 Wurden Landrat Busch
10 099 Unterschriften übergeben.
Das ist schon fast die Zahl die für den 2. Schritt, den Bürgerentscheid,
an Zustimmung notwendig ist-
Gehen Sie für das Bürgerbegehren zur Wahl bzw, nutzen Sie die Möglichkeit der BriefwahL
Damit sind Sie unabhängig von privaten Terminen und können trotzdem Ihre Stimme abgeben. Bitte machen Sie diese Möglichkeit in Ihrem Umfeld bekannt.
Dagmar Escher
Sprecherin des Bündnisses
Bürgerfür ihre Region gegen
den neuen Verkehrslandeplatz

Quelle: www.coburg.bund-naturschutz.de
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14. Juni

Rund 71 000 Wahlberechtigte aus dem Landkreis Coburg können am 14. Juni entscheiden ob der Landkreis Coburg Mitglied der Projektgesellschaft Verkehrslandplatz Coburg, bleibt oder austritt. Der Kreistag hat in einer Sondersitzung , bei einer Gegenstimme,beschlossen am 14. Juni das Bürgerbegehren genehmigt. Es werden einige hartumkämpfte Wochen der Befürworter und der Gegner beginnen.
Die Gegner eines Landplatzes führen insbesondere Punkte am:
* Flächenverbrauch
* Der vorhandene Landeplatz Brandensteinebene hätte mit wenig Aufwand erweitert werden können
* Kosten von geschätzten 30 Millionen Euro
* Laufende Kosten müßten zum Teil der Landkreis übernehmen
* An den Baukosten müßte sich der Landkreis mit 1,5 Millionen Euro beteiligen
* Natur- und Tierschutz werden gestört
* Für Bad Rodach könnten Lärmbehinderungen entstehen
* In der nächsten Umgebung, zB. Bamberg oder Haßfurt sind Landeplätze vorhanden
So sieht der Wahlzettel aus, wenn Sie gegen den Verkehrslandeplatz stimmen wollen:

Stimmzettel

Mit klarer Mehrheit wurde in ei

Coburger Kreistag- Mit klarer Mehrheit wurde in einer Sondersitzung die Beteiligung des Landkreises am Planfeststellungsverfahren für einen Neubau auf dem Gebiet der Gemeinde Meeder beschlossen.

Rund 250 Demonstranten fanden sich vor der Sitzung vorm Landratsamt Coburg ein.

Für eine Beteiligung des Landkreises am Planfeststellungsverfahren haben folgende Kreisratmitglieder
gestimmt : Frank Altrichter, Klaus Forkel, Monika Hefs, Barbara Hölzel, Matthias Korn, Rainer Marr, Rainer Mattern, Martin Mittag, Michael Möslein, Jürgen Petrautzki, Gerhard Preß,, Elke Protzmann, Heinrich-Adam Puls, Renate Schubart-Eisenhardt, Günter Seiler, Walter Thamm, Friedrich Übelhack (CSU/Landvolk); Kurt Bernreuther, Wolfgang Dultz, Georg Hofmann, Günther Kob, Thomas Lesch, Brigitte Mönch, Werner Platsch, Frank Rebhan, Martin Stingl (SPD); Gisela Böhnel, Hendrik Dressel, Ernst-Wilhelm Geiling, Christian Gunsenheimer, Brigitte Keller, Manfred Lorenz, Hans Lotter, Bernd Reisenweber (Freier Wahler), Matthias Kreisler (FDP).

Gegen eine Beteiligung desLandkreises haben gestimmt::

Heidi Bauersachs, Gerhard Ehrlich, Christine Heider, Rolf Rosenbauer, Georg Ruppert, Wolfgang Schultheiß, (CSU/Landvolk); Michael Busch, Ute Florschütz, Ulrike Gunsenhei-mer, Joachim Massel, Garsten Höllein, Alexandra Kemnitzer, Günter Kleindienst, Sabine Marr, Karl Zeitler (SPD);
Klaus Höcherich, Hans-Joachim Lieb, Gerald Strobel (Freie Wahler);
Dagmar Escher, Gabriele Jahn, Bernd Lauterbach (Bünd-nis90/Grüne),
Christoph Raabs (ODP).

Nicht anwesend waren: Josef Brunner, Jan-Aart de Rooij, Wolfgang Hasselkuss (SPD); Ulrich Leicht (Bündnis90/Grüne).


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BUND Flugplatz Meeder

Pressemitteilung des Bundes Naturschutz (BN)
Flächenschutz
PM 118/10
Bamberg/Nürnberg, 23.11.10
Bamberger Appell der oberfränkischen Natur- und UmweltschützerInnen
Planung zum Flugplatz Coburg beenden
Am 22. November fand in Bamberg das oberfränkische Kreis- und Ortsgruppentreffen des Bundes Naturschutz statt. Die 38 TeilnehmerInnen aus ganz Oberfranken, darunter der Landesbeauftragte Richard Mergner, verabschiedeten einstimmig die folgende Resolution zum geplanten Verkehrslandeplatz bei Coburg:
"Die VertreterInnen der neun oberfränkischen Kreisgruppen und ihrer 73 Ortsgruppen haben sich bei ihrem diesjährigen Herbsttreffen in Bamberg am 22.11.2010 mit dem geplanten Verkehrslandeplatz bei Wiesenfeld, Landkreis Coburg, befasst. Dort planen die Stadt Coburg, der Landkreis Coburg die IHK Coburg und die Unternehmen Brose und Kapp den Neubau eines Flugplatzes auf landwirtschaftlich genutzten Böden. Das Planfeststellungsverfahren wird derzeit vorbereitet.
Die TeilnehmerInnen des BN-Kreis- und Ortsgruppentreffens Oberfranken lehnen das Vorhaben entschieden ab.
Für den geplanten Verkehrslandeplatz gibt es angesichts bestehender internationaler Flughäfen in der Nähe wie in Nürnberg keinen Bedarf. Bedeutende Industrieregionen wie das bayerische Chemiedreieck bei Burghausen mit tausenden von Beschäftigten in global agierenden Unternehmen haben keinen eigenen Verkehrslandeplatz und kommen mit dem ca. 100 km entfernten Flughafen München bestens zurecht. Dabei hat Coburg einen Verkehrslandeplatz. Nur durch bestellte Drohungen steht die seit Jahren problemlos erteilte Ausnahmegenehmigung für Instrumentenflugverkehr zur Disposition. Sichtflugverkehr ist nach wie vor auch zukünftig für Firmenflüge problemlos möglich. In Fällen schlechter Sicht können die Firmen auf den Flughafen Nürnberg ausweichen, der per Auto über die A 73 und per Zug gut zu erreichen ist.
In dieser Situation einen Neubau eines Verkehrslandeplatzes mit bis zu 100 Hektar Flächenverbrauch voranzutreiben, ist unverantwortlich. Unser Oberfranken hat nicht zu viel landwirtschaftliche Fläche, sondern zu wenig. Die Herstellung von Futtermitteln für den Import nach Oberfranken belastet schon heute Lebensräume in

anderen Erdteilen. Mit dem Boden muss schonend und sparsam umgegangen werden, wie es auch das Bayerische Naturschutzgesetz fordert.
Für den Bund Naturschutz wäre der Neubau des Verkehrslandeplatzes eine Fehlentwicklung, mit der der Flächenverbrauch maximiert, der Flugverkehr vermehrt und fränkische Landschaft verhunzt würde. Es wäre kein Beitrag zu einer nachhaltig umweltgerechten Entwicklung, sondern würde den Klimawandel und den Artenschwund anheizen.
Überall, wo es überdimensionierte Verkehrslandeplätze gibt, geraten Städte und Regionen in finanzielle Schwierigkeiten wie in Hof oder Bayreuth und können ihre Allgemeinwohlaufgaben kaum mehr finanzieren. Die Unrentabilität solcher Flughäfen wird durch die neue Flugverkehrsabgabe noch zunehmen. Es ist nicht die Aufgabe von Gebietskörperschaften und Steuerzahlern, Privatfirmen auf Dauer zu subventionieren, denn nicht anderes wäre der über Steuern finanzierte Bau für mindestens 34 Mio. ¬ und der laufende Unterhalt von mindestens 1,5 Mio. ¬ pro Jahr.
Stadt und Landkreis Coburg werden in den nächsten Jahrzehnten deutlich an Bevölkerung verlieren. Dies ist nicht durch noch mehr Verkehrsinfrastruktur aufzuhalten. Es gilt, neue Konzepte für die schrumpfende Bevölkerung zu entwickeln. Es ist damit auch eine Frage der Solidarität mit benachbarten Landkreisen und Städten, den Bürgermeister-Wettbewerb um Infrastruktur und Investoren nicht weiter anzustacheln.
Wir fordern deshalb die Verantwortlichen der Projektgesellschaft auf, die 7.400 Einwendungen im Raumordnungsverfahren und die vielen einstimmigen Beschlüsse von Landkreisgemeinden gegen den neuen Verkehrslandeplatz ernst zu nehmen und das Planfeststellungsverfahren nicht weiterzuverfolgen.
Wir versichern der BN-Kreisgruppe Coburg und dem Bündnis "Bürger für ihre Region - gegen den neuen Verkehrslandeplatz" unsere volle Solidarität in ihrem Kampf, diese Fehlplanung abzuwehren."
für Rückfragen:
Tom Konopka, Regionalreferent für Mittelfranken
Tel. 0911/81 87 8-14, Fax 0911/86 95 68
Mail tom.konopka(at)bund-naturschutz.de
Bund Naturschutz in Bayern e.V.
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