Tomaten

Tomaten-Grundlagen

Tomaten
Tomaten - die paradiesischen Äpfel
Tomaten sind nicht nur beim Verzehr sehr beliebt. Sie sind das beliebteste Gemüse aus eigenem Garten oder vom Balkon. Schließlich schmeckt kaum etwas besser als eine sonnengereifte Tomate aus eigenem Anbau. Tipps von der Bayern 1-Gartenexpertin Karin Greiner.
Von Karin Greiner Stand: 23.07.2010

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Gute Pflege bis zur Ernte
Tomaten wollen stets umsorgt werden, am besten täglich. Besonders wichtig ist, dass sie nicht unter krassen Wechseln leiden, sondern schön gleichmäßige Bedingungen vorfinden. Das betrifft insbesondere
das Gießen.

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Wässern Sie Ihre Tomaten deshalb täglich, am besten morgens. Verwenden Sie temperiertes Wasser und bringen Sie es direkt in den Wurzelbereich - niemals die Blätter der Tomaten benetzen, das fördert Pilzbefall!

Anders als bei vielen anderen Gewächsen gilt für Tomaten, dass der Boden niemals stark austrocknen und auch niemals zu nass sein darf - sonst neigen die Früchte leicht zum Platzen, vor allem dünnschalige Sorten. Oft bilden die Früchte dann auch Grün kragen, das heißt: Rund um den Stiel wird das Fruchtfleisch ledrig und bleibt grün.

Ist ein Pflanztopf mit großen Bodenlöchern neben den Tomaten ebenerdig eingegraben, wird dort hineingegossen - das leitet das Wasser gut zu den Wurzeln und beugt Ansteckung vor.



Verwenden Sie die ausgebrochenen Geiztriebe sowie abgeschnittene Blätter der Tomaten zum Mulchen, gemischt mit angewelktem Rasenschnitt.

Hungrige Geschöpfe
Tomaten sind Starkzehrer, das heißt, sie brauchen viele Nährstoffe, von Beginn bis Ende der Kultur. Gleich bei der
Pflanzung erhalten die Tomaten eine Grunddüngung mit reifem Mist, Kompost, Hornspänen oder Rizinusschrot, dann alle zwei bis drei Wochen eine Gabe Flüssigdünger. Dafür eignet sich besonders eine Kräuterbriihe, zum Beispiel aus Brennnesseln als Stickstofflieferanten und Beinwell für die Kaliumversorgung.

Gefürchtet: Kraul- und Braunfäule bei Tomaten.

Dazu Brennnesseln und Beinwell hacken, einen Eimer zur Hälfte damit füllen, mit Regenwasser aufgießen und zwei bis drei Tage stehen lassen. Dann damit gießen, die Pflanzenreste rund um die Tomaten streuen und leicht in den Boden einarbeiten. Die Brühe liefert alte nötigen Nährstoffe und sorgt gleichzeitig für ein ausgeglichenes Verhältnis von Kalium und Calcium - wichtig, um bestimmten Krankheiten wie der Blütenendfäule
vorzubeugen.

Vorsicht ist bei speziellen
Tomatendüngern geboten: Die enthalten reichlich Stickstoff und vor allem Kalium. Düngt man Tomaten jedoch zu stark mit Kalium, können sie Calcium nicht mehr ausreichend aus dem Boden aufnehmen. Folge: Blütenendfäule, das heißt, die Früchte bekommen an der Fruchtunterseite erst glasige, dann graubraune, verhärtete Flecken, die lederartig hart werden. Meist fallen die Früchte vorzeitig ab.
Erziehung unter Dach
Reine Freilandtomaten kann man bei uns kaum noch ziehen, fast immer werden die Pflanzen dann von der Kraut- und Braunfäule heimgesucht. Häufig erfolgt die Ansteckung über den Boden, aber auch über Kartoffeln, die in der Umgebung wachsen. Feuchte Blattoberflächen fördern die Ansteckung. Deshalb zieht man Tomaten gewöhnlich in Folienhäusern oder gleich im Gewächshaus. Unbedingt sehr gut lüften, bei stehender Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit besteht Gefahr von Pilzkrankheiten, zum Beispiel Grauschimmelbefall oder Samtflecken.
Tomatenreifehauben aus Kunststofffolie sind nicht geeignet, weil unter ihnen die Tomaten auf Dauer kaum Luft bekommen, sondern schnell schwitzen und von Schimmel und Fäulnis bedroht werden. Solche Hauben kommen nur zu Ende der Kultur zum Einsatz, um die letzte Reifung zu beschleunigen - wenn die Nächte empfindlich kühl werden.
Aufleiten und entgeizen
Endlos wachsende Tomaten, auch Stabtomaten genannt, müssen Sie an Schnüren, Pfählen oder Stäben aufleiten. Am besten eignen sich Spiralstäbe aus Aluminium, um die Sie die Haupttriebe einfach herumdrehen. Gewöhnlich köpft man Stabtomaten, sobald sie sechs bis sieben Blütenrispen gebildet haben, und lässt nur noch zwei, drei Blätter über der letzten Blütenrispe zu. So können die Pflanzen die verbliebenen Früchte optimal ernähren.

Di« Seltentriebe In den Blattachseln müssen regelmäßig ausgebrochen werden.
entgeizt werden.

In den Blattachseln müssen entstehende Seitentriebe regelmäßig ausgebrochen werden, das nennt man entgeizen. Geiztriebe sollen nicht länger als zehn Zentimeter werden, sonst nehmen sie der Hauptpflanze viel zu viel Wasser und Nahrung weg und hinterlassen beim Ausbrechen zu große Wunden. Buschtomaten oder Balkontomaten brauchen natürlich nicht aufgeleitet bzw.

Samen gewinnen
Haben Sie Tomaten, die besonders reich fruchten, außergewöhnlich robust sind, hervorragend schmecken? Und diese möchten Sie nächstes Jahr weiterziehen? Dann ernten Sie doch Ihr Saatgut selbst.

Holen Sie die Kerne samt Fruchtfleisch aus den Früchten und vermischen Sie das Ganze mit der gleichen Menge Wasser. Drei bis vier Tage bei Zimmertemperatur weichen lassen. Mehrmals täglich schütteln oder umrühren. Dadurch beginnt die schleimige Schicht rund um die Tomatensamen zu gären, die Masse wird dann durch ein feines Sieb gegossen und gründlich gespült. Den Rest auf Lösch- oder Küchenpapier trocknen. Dabei die Samen mehrmals vom Papier lösen, damit sie nicht festkleben. Gut getrocknet in Schraubgläschen, Filmdosen oder Briefkuvert geben und bis zur Aussaat im nächsten Frühjahr dunkel und trocken aufbewahren.
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Tomate Foto: Heinz Stammberger

Tomatenanbau

Zu pralle Sonne ist beim Anbau von Tomaten zu vermeiden, außerdem natürlich zu viel Nässe. Bei sehr regenreichen Sommern empfiehlt sich daher der Tomatenanbau in einem Tomatenhaus.
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Ob dies ein Tomatengewächshaus, ein richtiges Tomatenhaus oder aber auch nur ein Tomatenvlies ist, bleibt Ihnen überlassen. Der klare Vorteil eines Tomatenhaus liegt auf der Hand; Sie können direkt mehrere Tomaten durch so ein Tomatengewächshaus schützen, ohne dabei (wie beispielsweise beim Tomatenvlies) jede Tomate einzeln "verpacken" zu müssen.

Ein Schutz ist in jedem Fall zu empfehlen, da sonst Tomatenkrankheiten begünstigt werden.

Beim Gießen ist bei noch sehr kleinen Pflanzen auch darauf zu achten, dass sie das Wasser nur von unten bekommen.

Es darf also nicht die ganze Tomatenpflanze begossen werden, nur der Boden um sie herum kann befeuchtet werden. Kalkarmes Wasser, am besten Regenwasser, ist von Vorteil.
äWer in seinem Garten nicht mit der Gießkanne gießt, sondern das Beregnen vorzieht, sollte den Regner so aufstellen, dass die Tomaten nicht ständig den Wasserschwall abbekommen.
Um Ihre Tomaten vor Regen zu schützen, empfehlen wir Ihnen ein Tomaten Gewächshaus.

Damit schützen Sie Ihre Tomaten zuverlässig, was sich in einem höheren Ertrag und gesunden Tomatenpflanzen zeigen wird.

Aber wo kauft man ein gutes und günstiges Tomatenhaus ?
Unsere Tipps zum Einkauf von Tomatengewächshäusern:
1. Tomatenhaus Tipp:
Das Online-Versandhaus Amazon bietet Ihnen ebenfalls viele unterschiedliche Tomaten Gewächshäuser zu günstigen Konditionen an.
Sollten Sie trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen Krankheiten an den Tomaten bemerken, entfernen Sie die betroffenen Früchte umgehend: teilweise lässt sich so ein Ausbreiten der Krankheit verhindern. Unsere Seite Tomatenkrankheiten gibt viele weitere Tipps.
Fazit: Probieren Sie es aus, der Tomatenanbau funktioniert unserer Meinung nach wirklich am Besten in einem Tomatenhaus!


Fleisch-Tomate Foto: Heinz Stammberger

Tomatenanbau

Tomaten richtig giessen Für alle Fruchtgemüse ist ausreichend Kalzium wichtig,

 

Salztomaten Nein, wir meinen damit nicht, dass Tomaten vor dem Verzehr gesalzen werden sollten,

 

Tomatenanbau 2011 / 2012

 

Tomaten - Braunfäule-2013- Braunfäule an den Tomatenblättern gefürchtet




Tomatenforum-com

Tomatenforum com,hier dreht es sich um Tomaten

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Blütenendfäule



Tomaten mit Makel

Zuweilen treten Schäden an Tomatenfrüchten auf, deren Ursachen rätselhaft erscheinen. Schädlinge und Pilzerkrankungen lassen sich nicht immer dafür verantwortlich machen. Oft steckt nämlich etwas anderes dahinter. Die Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie zeigen Ihnen wozu extreme Temperaturen sowie ungünstige Wasser- und Nährstoffversorgung bei den Tomaten führen können.
Blütenendfäule
Schwarzfaule Stellen auf den roten Tomatenfrüchten? Auf den ersten Blick könnte man eine Pilzerkrankung vermuten. Liegen aber die eingesunkenen, trocken-faulen Flecken gegenüber dem Stielansatz, also da, wo früher die Blüte saß, so handelt es sich um die sogenannte „Blütenendfäule“. Dies ist kein Pilz. Vielmehr handelt es sich um einen Mangel an Kalzium in der Frucht. Kalziummangel in den Früchten – Wie kommt es dazu?Kalzium stabilisiert die Wände der Pflanzenzellen. Ist dieser Nährstoff nicht ausreichend verfügbar, so fällt gesundes Gewebe zusammen und stirbt ab. Kalzium liegt zwar häufig in ausreichender Menge im Boden vor, aber vielfältige Probleme können den Weg in die Pflanze behindern. Kalzium ist ein Nährstoff, der im Saftstrom der Pflanze hauptsächlich von unten nach oben transportiert wird. Angetrieben wird dieser Saftstrom durch die Verdunstung der Blätter. Der Strom stockt, wenn der Boden zu trocken ist, der allgemeine Nährstoffgehalt hoch liegt oder wenn die Pflanze wegen hoher Luftfeuchtigkeit kaum Wasser verdunsten kann. Dann wird Kalzium in der Pflanze zur Mangelware. Da über die Früchte wenig Wasser verdunstet, gelangt Kalzium zuerst in die Blätter. Die Früchte haben dann bei der Kalziumversorgung oft das Nachsehen.

Weitere Ursachen für die Blütenendfäule sind hohe Stickstoff-, Magnesium- und Kaligehalte im Boden. Zu viel Stickstoff lässt die Pflanzen so stark wachsen, dass die Zellen nicht mehr ausreichend mit Kalzium ausgestattet werden können. Kalium- und Magnesiumüberschuss hingegen wirkt sich bereits im Boden aus. Diese Nährsalze blockieren die Kalziumaufnahme der Pflanze. Doch Sie können vorbeugen! Eine ausgewogene Nährstoffversorgung und eine gleichmäßige Bodenfeuchte verhindern die Fruchtschäden durch die Blütenendfäule.


Blütenendfäule an Tomaten Foto: Heinz Stammberger

Kalziummangel

Hallo,
deine Tomaten haben Blütenendfäule. Zuviel Dünger(zu viel Salze im Boden), die Hitze und unregelmäßige bzw. zu wenige Wassergaben und schon geht es los mit der Blütenendfäule. Diese ovalen Tomaten neigen auch dazu.
Da hilft nur Kalzium/Kalk der neutralisiert den Boden. Hatte das auch schon und da hat mir jemand einen Tipp gegeben, den ich dir gern weitergebe. Auf 10 Liter Wasser eine Calziumtablette mit 500 mg, eine Magnesiumtablette mit 200 mg aus der Apotheke und damit sollte es aufhören.
Fürs nächste Jahr noch einen Tipp. Bevor du deine Tomaten einpflanzt mische der Erde einfach eine Hand voll Urgesteinsmehl unter und dann solltest das Problem nicht wieder haben.

LG Charisma


Tomaten-Krautfäule

Tomaten sind eine beliebte Kultur im Haus- und Kleingarten. Doch nicht immer erfüllen sie unsere Erwartungen. Krankheiten, Schädlinge und falscher Standort machen ihnen oft zu schaffen. Ihre Umweltansprüche sind hoch. Der wärmste und sonnigste Platz im Garten ist gerade gut genug für sie, doch brauchen sie auch ausreichend Wasser und Nährstoffe. Um Pilzkrankheiten vorzubeugen dürfen die Blätter beim Gießen nicht nass werden. Die Tomatenpflanzen werden an Stäben oder Schnüren eintriebig aufgeleitet. Alle Seitentriebe müssen deshalb rechtzeitig entfernt werden.
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Kraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans)Schadbild Auf den älteren Blättern erscheinen graugrüne Flecken, die sich grau bis schwarz verfärben und ineinanderfließen. Bei hoher Luftfeuchtigkeit bildet sich auf der Blattunterseite ein grauweißer Pilzrasen. Der Befall breitet sich rasch aus und führt zum Absterben ganzer Blätter. Auch die Stängel werden befallen. Besonders empfindlich für eine Infektion sind die Früchte, sie zeigen in der Regel zuerst Symptome. Es entstehen braune, etwas eingesunkene harte Flecken, die tief in das Fruchtfleisch gehen. Die Früchte sind nicht genießbar.

Kraut- und Braunfäule an Blättern und Früchten
Biologie Der Pilz überwintert hauptsächlich auf befallenen Kartoffelknollen. Von infizierten Kartoffelpflanzen gelangen die Pilzsporen mit dem Wind auf die Tomaten. Um sich entwickeln zu können benötigt der Erreger hohe Luftfeuchtigkeit, nasses Laub und eine Temperatur von 18 - 20 °C. Die Krankheit ist daher besonders bei feucht warmen Wetter und bei starker Taubildung zu erwarten. Vorbeugung und Bekämpfung Frühkartoffeln und Tomaten sollten nicht in unmittelbarer Nähe angebaut werden. Besonders wichtig ist es, dass die Blätter und Stängel trocken gehalten werden. Deshalb nicht über das Laub gießen. Gut bewährt haben sich Blumentöpfe mit 12 - 14 cm Durchmesser, die zwischen die Pflanzen in den Boden eingesenkt werden und in die das Gießwasser gefüllt wird (Nicht ebenerdig eingraben, da sonst Laufkäfer darin gefangen werden). So bleiben sowohl die Pflanzen als auch die Bodenoberfläche trocken. Auch die Pflanzung an eine südseitige Hauswand mit breitem Vordach ist günstig. Ein ausreichender Pflanzenabstand von mindestens 50 cm sorgt dafür, dass die Blätter und Stängel rasch abtrocknen können.


Tomaten- Blattrollen



Blattrollen/Löffelblättrigkeit
Schadbild Die Blätter rollen sich löffelartig von unten nach oben ein.

LöffelblätterUrsache Es handelt sich hier um keine Krankheit oder einen Schädlingsbefall. Das Blattrollen kann durch Überdüngung, also durch zu hohe Nährstoffgehalte im Boden (Versalzung) verursacht werden. Auch ein zu starkes entgeizen (ausbrechen) der Seitentriebe und Trockenheit kann zum Blattrollen führen.Vorbeugung Ausgeglichene Nährstoffversorgung mit langsam fließenden organischen Düngern, um "Nährstoffstöße" zu vermeiden.
Das Einrollen der Blätter führt zu keinen besonderen Ertragseinbußen.


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