Baumschule Horstmann/Pflanzenschutz
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Blumenkasten insektenfreundlich

Blumenkasten insektenfreundlich

Der „intelligente„ Blumenkasten
bienenfreundlich, insektenfreundlich, küchengeeignet, praktisch
Der Blumenkasten mit blühenden Küchenkräutern fällt aus dem Rahmen, hat aber Wert für Insekten und Köche - und ist obendrein schön anzuschauen!
Viele Balkone und Fenster sind im Sommer mit einer bunten Blumenpracht geschmückt. Rot, blau, gelb oder weiß leuchtet ein üppiges Meer an Blüten und bringt heitere Natur in so manch ein tristes Wohnviertel, aber auch Bauernhäuser oder Reihenhaus-siedlungen schmücken sich im Sommer gerne mit bunten Blumen. So üppig Geranien und Fuchsien im Sommer blühen-außer Blüten können sie nicht viel bieten. Kann man sich aber noch mehr wünschen? Ganz bestimmt! Noch schöner sind Blumen, wenn auch fleißige Bienen, dicke Hummeln, zierliche kleine Wildbienen und bunte Schmetterlinge zu Besuch kommen, weil sie hier Nektar und Pollen als Nahrung finden. Noch besser sind die Pflanzen, wenn man sie, auch in der Küche verwerten kann! Und noch praktischer (und auch billiger) sind sie, weil sie nicht jedes Jahr neu gepflanzt werden müssen, sondern zwei oder drei Jahre durchhalten.
Ganz klar - hier muss es sich um einen besonders "intelligenten" Blumenkasten handeln. Was aber wächst, blüht und gedeiht in einem solchen Blumenkasten?

Wertvoll für Insekten und fein für die Küche soll er sein!
Zur Bepflanzung eignen sich viele mehrjährige Stauden vor allem aus der nektar- und pollenspendenden Familie der Lippenblütler, unter denen es aber auch viele geschätzte Küchenkräuter gibt, die nicht über- mäßig groß werden und durchwegs sehr hübsch blühen, wie zum Beispiel Lavendel, Thymian, Dost ,Bohnenkraut, Salbei, Ysop oder Pfefferminze. Schnittlauch, wenn er blühen darf, passt ebenfalls ins Sortiment, genauso auch die gelb blühende Weinraute.
Ein Genuss für die Sinne ist er allemal!
Wollen sie probieren? Ein Blatt Zitronenmelisse zwischen den Fingern zerreiben, ein Pfefferminzblatt in den Mund nehmen, die Blüten des Lavendels in die Wäsche legen?
Oder zuhören, wie fleißige Bienen am Bohnenkraut summen oder eine dicke Hummel zwischen den Blüten brummt, oder zusehen, wie Schmetterlinge um den blühenden Dost gaukeln? Unser besonderer Blumenkasten macht es möglich!
Für den Geldbeutel ist er ein Segen!
Sollte die Bepflanzung wirklich etwas teuerer ausfallen als bei den herkömmlichen Balkonblumen, so sollte man daran denken, dass die Kästen winterfest sind und einige Jahre durchhalten. Erneuerung ist in der Regel erst dann nötig, wenn einzelne Stauden zu groß werden, und auch dann besteht vielfach die Möglichkeit, einzelne Stöcke zu teilen oder Ableger zu machen, die den Anfang für einen neuen Kasten geben.
Übrigens: man spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Arbeit, wenn die Kästen länger als nur einen Sommer halten!
Und auch die Pflege ist keine Strapaze!
Die genannten Pflanzen sind dankbar für einen sonnigen Standort. Die Kästen nicht zu klein wählen, da die Pflanzen längere Zeit im selben Bo- den bleiben. Regelmäßige, jedoch mäßige Düngung vom Frühjahr bis zum Spätsommer bei nicht übermäßiger Bewässerung sichert gutes Wachstum und Blühen. Rückschnitt nach der Blüte bringt manche Stau- den noch einmal zum Blühen. Wer sich nicht an trockenen Blütenstängeln im Herbst und Winter stört, kann sogar erleben, dass sich auch Vögel einstellen, wenn die Samen reifen.

Einige Tipps für eine geglückte Auswahl !

Wie soll man die Auswahl treffen, was gibt ein schönes Bild? Immer- hin muss man bedenken, dass diese Pflanzen nicht zum Zierpflanzensortiment gehören und deswegen nur eine Blühphase hervorbringen im Gegensatz zu den gewohnten Geranien. Eine überlegte Zusammenstellung von Pflanzen unterschiedlicher Größe, Arten mit besonderen Blättern oder hängenden Formen ist wichtig, wenn die Kästen lange Zeit ansprechend aussehen sollen.
Etwas größer im Wuchs und damit etwas anspruchsvoller im Platzbedarf sind Große Fetthenne (blaugrüne Blätter, große Rosette, blüht sehr spät), Salbei (üppige Blatt- masse), Origanum, Bergbohnenkraut {zierliche Wuchsform), Lavendel, Ysop und Weinraute (geteilte, blaugrüne Blätter, einzige Pflanze mit gelben Blüten). Ältere Pfefferminze kann sich manchmal recht ausbreiten, Zitronenmelisse gibt große Stöcke, aber beide lassen sich problemlos zurückschneiden, was im Hinblick auf ihre Verwendungsmöglichkeit in der Küche durchaus willkommen ist.
Polsterförmig (als Bodendecker geeignet) oder hängend, wenn sie den Rand des Blumentopfes erreichen, sind die übrigen Fette-Henne-Arten (nur der Scharfe Mauerpfeffer bleibt recht klein). Bei guter Düngung wachsen sie üppig - wenn die Pflanzen zu groß werden, lassen sie sich durch Abschneiden leicht im Zaum halten.
Der Schnittlauch darf alle etwas größeren Zwischenräume einnehmen. Wenn die (nicht geschnittenen!) Schnittlauchstöcke im Frühsommer blühen, Sind die übrigen Kastenpflanzen gerade im Aufwachsen und stören sich nicht. Größere Stöcke sollte man teilen, gelegentlich frischt Erde tut ihnen ohnehin gut.
Und wo gibt es die Pflanzen?
Das Pflanzenangebot ist nicht so ausgefallen, dass man nicht zumindest den größten Teil in jedem Gartenfachgeschäft bekommt. Staudengärtnereien bieten allerdings oft auch Zuchtformen an, die in ihren Farben Besonderheiten aufweisen und damit zusätzliche Abwechslung in die Pflanzung bringen können (zum Beispiel Salbei mit gescheckten Blättern oder Fette-Henne-Arten mit roten Blättern oder besonderen Blütenfarben). Das meiste wird als junge Stauden angeboten und blüht noch im gleichen Jahr. Bei Schnittlauch, Ysop und Weinraute kann man auch Samen kaufen, muss dann aber selbst aussäen und bis zur Blüte mit einem Jahr Vorkultur rechnen.

Eine Empfehlung: Nehmen Sie die Liste mit den lateinischen Namen zum einkaufen mit, denn Fachgeschäfte geben nicht immer den deutschen Namen an.
Schließlich soll der Geheimtipp unter Gartenfreunden (und unter Imkerfreunden!) nicht verschwiegen werden: Fragen Sie einen Gartenbesitzer, der auch Küchen- und Gewürzkräuter pflegt, ob er nicht ein paar Ableger übrig hätte, denn jeder Gärtner freut sich über einen interessierten Abnehmer, gute Ratschläge zum erfolgreichen Einpflanzen gibt es kostenlos dazu.

Der Extra- Tipp für Lehrbienenstände !
Eine Empfehlung für die Betreuer von Lehrbienenständen: Pflanzen Sie zwei oder drei "Musterkästen" am Lehrbienenstand für Besuchergruppen oder den Tag der offenen Tür. Die Kästen werden tatsächlich so schön, dass das Interesse der Besucher groß ist und dieser Vor- schlag auf .viele Nachahmer rechnen kann. Es lohnt sich, sauber geschriebene Schildchen für jede Pflanzenart anzubringen und ein Hinweisblatt zum Sinn der "intelligenten" Balkonkästen auszulegen, damit jeder Besucher sich ausreichend und in aller Ruhe informieren kann. So manch ein Besucher wird dadurch angeregt, sich Gedanken über die Nahrungsverhältnisse für unsere Bienen und andere Insekten zu machen.
Gute Beispiele zahlen sich aus!
Empfehlenswerte Pflanzen für den "intelligenten" Blumenkasten:
Alle Mauerpfefferarten,
Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre)

Weißer Mauerpfeffer (Sedum album)

Felsen-Fettkraut, Tripmadam (Sedum rupestre)

Große Fetthenne (Sedum telephium)

Unechte Fetthenne (Sedum spurium),

sowie deren Zuchtformen mit rötlichem Blättern und reichlichem Blütenflor.

Lippenblütler, die gleichzeitig, als Gewürzkräuter verwendet werden können:
Thymian (Thymus vulgaris)

Lavendel (Lavandula officinalis)

Bohnenkraut (Satureja hortensis)

Bergbohnenkraut (Satureja montana)

Küchen-Salbei (Salvia officinalis),

Dost (Origanum vulgare),

Ysop (Hyssopus officinalis)

Zitronenmelisse (Melissa officinalis)

Pfefferminze (Mentha piperita)

Weitere wertvolle Arten:
Weinraute (Ruta graveolens)

Schnittlauch (Allium schoenoprasum)

Ein Genuss für die Sinne ist er allemal!
Wollen sie probieren? Ein Blatt Zitronenmelisse zwischen den Fingern zerreiben, ein Pfefferminzblatt in den Mund nehmen, die Blüten des Lavendels in die Wäsche legen?
Oder zuhören, wie fleißige Bienen am Bohnenkraut summen oder eine dicke Hummel zwischen den Blüten brummt, oder zusehen, wie Schmetterlinge um den blühenden Dost gaukeln? Unser besonderer Blumenkasten macht es möglich!

Für den Geldbeutel ist er ein Segen!
Sollte die Bepflanzung wirklich etwas teuerer ausfallen als bei den herkömmlichen Balkonblumen, so sollte man daran denken, dass die Kästen winterfest sind und einige Jahre durchhalten. Erneuerung ist in der Regel erst dann nötig, wenn einzelne Stauden zu groß werden, und auch dann besteht vielfach die Möglichkeit, einzelne Stöcke zu teilen oder Ableger zu machen, die den Anfang für einen neuen Kasten geben.
Übrigens: man spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Arbeit, wenn die Kästen länger als nur einen Sommer halten!
Und auch die Pflege ist keine Strapaze!

Die genannten Pflanzen sind dankbar für einen sonnigen Standort. Die Kästen nicht zu klein wählen, da die Pflanzen längere Zeit im selben Bo- den bleiben. Regelmäßige, jedoch mäßige Düngung vom Frühjahr bis zum Spätsommer bei nicht übermäßiger Bewässerung sichert gutes Wachstum und Blühen. Rückschnitt nach der Blüte bringt manche Stau- den noch einmal zum Blühen. Wer sich nicht an trockenen Blütenstängeln im Herbst und Winter stört, kann sogar erleben, dass sich auch Vögel einstellen, wenn die Samen reifen.

Einige Tipps für eine geglückte Auswahl !

Wie soll man die Auswahl treffen, was gibt ein schönes Bild? Immer- hin muss man bedenken, dass diese Pflanzen nicht zum Zierpflanzensortiment gehören und deswegen nur eine Blühphase hervorbringen im Gegensatz zu den gewohnten Geranien. Eine überlegte Zusammenstellung von Pflanzen unterschiedlicher Größe, Arten mit besonderen Blättern oder hängenden Formen ist wichtig, wenn die Kästen lange Zeit ansprechend aussehen sollen.
Etwas größer im Wuchs und damit etwas anspruchsvoller im Platzbedarf sind Große Fetthenne (blaugrüne Blätter, große Rosette, blüht sehr spät), Salbei (üppige Blatt- masse), Origanum, Bergbohnenkraut {zierliche Wuchsform), Lavendel, Ysop und Weinraute (geteilte, blaugrüne Blätter, einzige Pflanze mit gelben Blüten). Ältere Pfefferminze kann sich manchmal recht ausbreiten, Zitronenmelisse gibt große Stöcke, aber beide lassen sich problemlos zurückschneiden, was im Hinblick auf ihre Verwendungsmöglichkeit in der Küche durchaus willkommen ist.
Polsterförmig (als Bodendecker geeignet) oder hängend, wenn sie den Rand des Blumentopfes erreichen, sind die übrigen Fette-Henne-Arten (nur der Scharfe Mauerpfeffer bleibt recht klein). Bei guter Düngung wachsen sie üppig - wenn die Pflanzen zu groß werden, lassen sie sich durch Abschneiden leicht im Zaum halten.
Der Schnittlauch darf alle etwas größeren Zwischenräume einnehmen. Wenn die (nicht geschnittenen!) Schnittlauchstöcke im Frühsommer blühen, Sind die übrigen Kastenpflanzen gerade im Aufwachsen und stören sich nicht. Größere Stöcke sollte man teilen, gelegentlich frischt Erde tut ihnen ohnehin gut.
Und wo gibt es die Pflanzen?
Das Pflanzenangebot ist nicht so ausgefallen, dass man nicht zumindest den größten Teil in jedem Gartenfachgeschäft bekommt. Staudengärtnereien bieten allerdings oft auch Zuchtformen an, die in ihren Farben Besonderheiten aufweisen und damit zusätzliche Abwechslung in die Pflanzung bringen können (zum Beispiel Salbei mit gescheckten Blättern oder Fette-Henne-Arten mit roten Blättern oder besonderen Blütenfarben). Das meiste wird als junge Stauden angeboten und blüht noch im gleichen Jahr. Bei Schnittlauch, Ysop und Weinraute kann man auch Samen kaufen, muss dann aber selbst aussäen und bis zur Blüte mit einem Jahr Vorkultur rechnen.
Schnittlauch
Foto: Erhard Härtl
Eine Empfehlung: Nehmen Sie die Liste mit den lateinischen Namen zum einkaufen mit, denn Fachgeschäfte geben nicht immer den deutschen Namen an.
Schließlich soll der Geheimtipp unter Gartenfreunden (und unter Imkerfreunden!) nicht verschwiegen werden: Fragen Sie einen Gartenbesitzer, der auch Küchen- und Gewürzkräuter pflegt, ob er nicht ein paar Ableger übrig hätte, denn jeder Gärtner freut sich über einen interessierten Abnehmer, gute Ratschläge zum erfolgreichen Einpflanzen gibt es kostenlos dazu.
Quelle:www.lwg.bayern.de Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau

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