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Osterbrunnen

Osterbrunnen 2013

Foto: Heinz Stammberger
Foto: Heinz Stammberger

Osterbrunnen
Ostern ist das höchste Fest im christlichen Kalender. Insbesondere der Ostersonntag soll ein Tag der Freude sein, denn da wird die Auferstehung Christi gefeiert und auch das Ende der Fastenzeit. Zu Ostern sind überall im Coburger Land Brunnen geschmückt worden. Der Hauptgrund dafür liegt im Glauben und in der Bedeutung des Wassers für die Existenz von Leben. Dem Osterwasser wurde früher besondere Wirkung zugeschrieben. Kinder, mit frisch geweihtem Wasser an Ostern getauft, sollten sehr klug werden. Die Menschen glaubten, das Trinken von Osterwasser schützt gegen Krankheiten, und das Verspritzen des Osterwassers im Haus soll Ungeziefer fernhalten.

Geschichte des Osterbrunnes

Der Brauch der Osterbrunnen geht zurück bis in die Zeit, als noch keine zentrale Wasserversorgung üblich war. Wasser war schon damals kostbar, vor allem dort, wo es knapp war, wie auf den Hochflächen der Fränkischen Schweiz.
Von den wenigen Quellen und Brunnen in den Tälern schleppten meistens Frauen das Wasser mühsam in die höher gelegenen Dörfer. Anderenorts wurden bis zu hundert Meter tiefe Stollen gegraben, um an frisches Wasser zu gelangen. Kein Wunder also, dass die Brunnen einen besonderen Stellenwert einnahmen und einmal im Jahr gewürdigt wurden.
"Brunnen putzen" an Karfreitag
Gemäß dem Brauch werden die meisten Brunnen am Karfreitag geschmückt oder wie der Volksmund sagt: Der Brunnen wird "geputzt". Früher war das die Aufgabe der jungen Burschen. Heute sind es vor allem Heimatvereine, die die Tradition aufrecht erhalten. Zunächst muss die Anlage gesäubert werden, das sogenannte "Brunnen fegen". Danach wird der Brunnen mit künstlerisch gestalteten, ausgeblasenen Eiern verziert. Aus Fichtenzweigen werden Girlanden oder Kronen geflochen. In vielen Orten zieren zusätzlich Papierbänder und echter Blumenschmuck die Osterbrunne

Osterbrunnen in Stöppach