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Schloss Ehrenburg

Schloss Ehrenburg

Hauptfassade der Ehrenburg in Coburg
Hauptfassade der Ehrenburg in Coburg Repro / Foto: Heinz Stammberger

Schloss Ehrenburg

Schloss Ehrenburg wurde im 16. Jahrhundert als repräsentative Stadtresidenz unter den Coburger Herzögen errichtet. Im Jahre 1543 hatte Johann Ernst von Sachsen-Coburg den Bau, der an die Stelle eines aufgehobenen Franziskanerklosters treten sollte, in Auftrag gegeben. Bereits fünf Jahre später konnte der Herzog seine Hofhaltung von der Veste auf dem Burgberg hinab in die Stadt verlegen. Kaiser Karl V. soll der vollendeten Dreiflügelanlage den Namen »Ehrenburg« verliehen haben, da der Bau ohne Frondienste ausgeführt worden war.
Nach einer Brandkatastrophe wurde das Schloss unter Herzog Albrecht ab 1690 zu einer barocken Residenzanlage ausgebaut. Aus dieser Zeit sind Räume mit üppigen Stuckaturen oberitalienischer Meister, die Hofkirche und vor allem der so genannte Riesensaal erhalten. Seinen Namen verdankt dieser prächtige Festsaal 28 mächtigen Hermen, die als Pfeilerfiguren das umlaufende Gebälk tragen.
Herzog Ernst I. (reg. 1806 bis 1844) ließ Schloss Ehrenburg wenige Jahre nach seinem Regierungsantritt dem Zeitgeschmack gemäß umge-
stalten. So erhielt der Bau nach Plänen des Architekten Karl Friedrich von Schinkel ab 1810 seine eindrucksvolle neugotische Fassade. Für die Ausgestaltung der Appartements berief man den Franzosen Andre-Marie Renie-Gretry nach Coburg. Basierend auf seinen Entwürfen wurden diese ET zwischen 1816 und 1840 im Stil des französischen Empire erneuert und mit prunkvollen Möbeln, Uhren, Leuchtern und Tapisserien aus bedeutenden Pariser Manufakturen ausgestattet.
Von den weit reichenden dynastischen Verbindungen des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha, das im 19. Jahrhundert durch geschickte Heiratspolitik zu europäischer Bedeutung aufstieg, zeugen zahlreiche Porträts in den Schlossräumen sowie nicht zuletzt das Schlafzimmer der Queen Victoria, die häufig zu Gast in Coburg war. Ebenfalls sehenswert sind zwei Bildergalerien mit Werken von Lucas Cranach d. Ä., holländischen und flämischen Künstlern des 16. und 17. Jahrhunderts sowie Landschaftsbildern der Romantik.