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Stöppach erhält 1968 den Siegerbrunnen

Stöppach-schönstes und tapferstes Dorf

Stöppach, Gemeindestrasse im Nov-2011-
Stöppach, Gemeindestrasse im Nov-2011- Stöppach, Gemeindeverbindungsstrasse nach Meschenbach im November 2011. Foto: Heinz Stammberger

Stöppach- schönstes und tapferstes Dorf
Bei der Einweihung des Siegerbrunnes würdigte Landrat Dr. Klaus Groebe die Bemühungen der Ortsbürger um die Dorfverschönerung und den Straßenbau-Sämtliche Bürgermeister des Landkreises gaben den Rahmen zur Feierlichkeit-Sonnefeld besitzt die beste Schwimmklasse des Landkreises Coburg.


Stöppach - Zu welch hervorragenden Ergebnissen der seit 15 Jahren im Landkreis Coburg praktizierte Wettbewerb „Das schönere Dorf" geführt hat, dafür ist die Gemeinde Stöppach ein ganz ausgezeichnetes Beispiel. Etwas versteckt und abseits des fließenden Verkehrs und damit des pulsierenden Lebens gelegen, hätte für diese Gemeinde nur zu leicht die Gefahr bestanden, in eine Art „Dornröschenschlaf" zu versinken und dadurch den Anschluß an die moderne Zeit zu verlieren. Doch dagegen wehrte sich die gesamte Gemeinde in einer bewunderungswürdigen Gemeinschaftsleistung. Gewillt, auch ihr Dorf zu einem Schmuckstück werden zu lassen, packten alle Ortsbürger mit an, um Stöppach zu dem werden zu lassen, was es heute darstellt: ein dörfliches Kleinod im Coburger Land. Der ganze Ort zeigt sich von einer überraschenden Schönheit, ein herrlicher Blickwinkel übertrifft den anderen in verträumter Stille oder reizvoller Lebendigkeit, Den Lohn für ihr unermüdliches Schaffen konnte die Gemeinde Stöppach gestern entgegennehmen. Der Brunnen, den sie als Siegerin innerhalb des Wettbewerbs „Das schönere Dorf" im Jahre 1966 als ersten Preis zuerkannt bekam, wurde geweiht. In seiner Ansprache, die zu einem Loblied auf die Gemeinde Stöppach wurde, apostrophierte Landrat Dr. Groebe die Gemeinde als „das tapfere Dorf" und versuchte damit seine Bewunderung für die einzigartigen Anstrengungen auszudrücken, die die Stöppa-cher unternommen haben, um ihrem Ort das glanzvolle Aussehen zu verleihen.Zu dem Weiheakt konnte der 1. Bürgermeister Richard Schramm neben dem Landrat auch den Leiter des Kulturamtes, Amtmann Hans-Wolfgang Krauß, ferner alle Mitglieder des Beirates für den Wettbewerb „Das schönere Dorf", Oberinspektor Reinhold Biastoch von der Landpolizei-Inspektion, KBI Otto Schulz (Oeslau), Amtmann Max Steger und ROI Hofmann vom Landratsamt und fast alle Bürgermeister des Landkreises Coburg begrüßen. Die verkehrsferne Lage

Ein Trompetensolo, vorgetragen von Lothar Seiler (Stöppach), und der Schulchor unter Leitung von Lehrer Dieter Heuer leiteten die Feierstunde ein. Bürgermeister Richard Schramm gab einen kurzen Rückblick auf die Geschichte der Gemeinde Stöppach, die 1317 zum ersten Male als Besitz der Henneberger urkundlich Erwähnung gefunden habe. Schon im Jahre 1635. also in der schlimmsten Zeit des Dreißigjährigen Krieges, habe die Gemeinde 147 Seelen gezählt und sei damit für die damalige Zeit ein recht stattliches Dorf gewesen. Mit 297 Einwohnern sei es heute nur etwa doppelt so groß. Das kennzeichne deutlich das langsame Wachstum der Gemeinde als Folge der verkehrsfernen Lage. Dennoch, oder vielleicht gerade deshalb hätten die Stöppacher ihre Heimatgemeinde ganz besonders ins Herz geschlossen und, sie zu dem Schmuckstück gemacht, das sie heute sei.Landrat Dr. Groebe würdigte in seiner Ansprache den hohen Gemeinschaftssinn der Ortsbürger von Stöppach. Sie hätten es fertig gebracht, daß der kleine Ort weit über die Grenzen des Coburger Landes hinaus bekannt geworden sei. Das zeige deutlich die Tatsache, daß ein Stöppacher Motiv auch als Titelbild für ein Sammelwerk benutzt worden sei, in dem über die schönsten Gemeinden innerhalb des Regierungsbezirkes Oberfranken durch Bild und Text berichtet werde. Alle Anerkennung verdienten aber die Frauen der Gemeinde, die sich sowohl beim Straßenbau als auch in der Ausschmückung des Ortes ganz besonders hervorgetan haben.
Die Weihe des von Siegwart Bischof (Naila) aus Fichtelgebirgsgranit -gestalteten Brunnens nahm Pfarrer Jäger (Scherneck) vor. Ingrid Büttner sprach dazu ein Gedicht. Dem Weiheakt folgte eine Ortsbesichtigung durch alle Festgäste. Dabei dürften sich besonders die Bürgermeister viele Anregungen für ihre eigene Gemeinde geholt haben.

Kreiswettbewerb 1966

Stöppach
Stöppach Dorfmitte im Jahre 1966, Repro; Heinz Stammberger

Kreis-Wettbewerb-Ergebnis 1966

Der vom Kreistag des Landkreises gebildete Beirat für den Kreis-Wettbewerb „Das schönere Dorf" hat aus den 1966 am Wettbewerb teilnehmenden 54 Gemeinden des Landkreises die diesjährigen Preisträger ermittelt. Gestern wurde folgende Reihenfolge vom Landratsamt mitgeteilt:
1:Stöppach
2:Sonnefeld
3:Großheirath
4:Altenhof
Leistungsprämien entfallen auf die Gemeinden: Birkach am Forst, Hassen-berg, Meeder, Mönchröden, Oberfüllbach, Bottenbach, Weidach, Weidhausen, Weißenbrunn v. Wald und Wildenheid.

Anerkennungsprämien konnten zuerkannt werden den Gemeinden: Creid-litz, Dörfles, Ebersdorf b. Cobg., Gauer-stadt, Grub am Forst, Hof a. d. St., Niederfüllbach, Oberlauter, Oeslau und Rothenhof.

Der Sonderpreis der Vereinigten Co-burger Sparkassen für besondere Anstrengungen um die Eingrünung des Dorfes ist auf folgende Gemeinden aufgeteilt worden: Elsa, Großheirath, Mönchröden, Niederfüllbach.

Mitglieder des Beirates für den Kreis-Wettbewerb sind: Kreisrat Gustav Höhn (Rodach), Kreisrat Siegfried Mös-lein (Großheirath), Bürgermeister Willy Schelhorn (Spittelstein), Regierungsoberbauamtmann Georg Metzler und Kreisgarteninspektor Friedrich-Carl Conze.

Der Beirat ermittelt im Finihjahr die Ausgangsposition der beteiligten Gemeinden nach den Richtlinien des Wettbewerbs, führt im Sommer eine Zwischenbewertung über die Grünanlagen durch und abschließend im Herbst die Endbewertungen. Gewertet werden die Leistungen, die zwischen der Ausgangsposition im Frühjahr und den Enderhebungen im Herbst von den teilnehmenden Gemeinden im' Laufe des Jahres nach den Richtlinien für den Wettbewerb erbracht worden sind.

Siegerbrunnen

Stöppach-Schönere Brunnen-2012
Stöppach-Schönere Brunnen-2012 Stöppach, der Siegerbrunnen beim Wettbewerb"Das schönere Dorf" heute in einem schlechten, dreckigen Zustand. Foto: Heinz Stammberger

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