Baumschule Horstmann/Pflanzenschutz

Gemeinderat 23.02.2017

Sitzung

Stöppach, antiker Brunnen, Bushaltestelle,
Stöppach, antiker Brunnen, Bushaltestelle, Foto: Heinz Stammberger

Gemeinderatssitzung 23.02.2017 – Gemeinde Untersiemau
Untersiemau

Ein seit vielen Jahren von den Stöppacher Bürgern gewünschter Buswartebereiches in Richtung Haarth soll nun errichtet werden. Bisher mussten die Schulkinder, die nach Coburg müssen im Freien auf den Bus warten. Jetzt wird die Bushaltestelle noch vermehrt von Fahrgästen des Linienverkehrs benutzt. Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU) erläuterte, dass mit der SÜC Coburg als Grundstücksnachbar nun eine Einigung erreicht werden konnte. Die neue Buswartehalle mit integrierter Anschlagtafel wird neben dem vorhanden antiken Pumpenbrunnen gebaut . Der Wassertrog wird in Richtung Meschenbach um 180 Grad gedreht und ragt dann ins SÜC Gelände . Damit entsteht genügend Platz für die 3,50 Meter lange und zwei Meter breite Unterstellhalle. Der Sockel wird aus Sandsteinen errichtet, darauf ein Fachwerkbauwerk. Die Seiten werden mit einer bruchsicheren Plexiglasscheibe verkleidet. Damit das ganze Bauwerk sich ins Ortsbild einfügt, wird das Holz dunkelbraun, fast schwarz gestrichen . Ebenso werden die Dachziegel , wie auf der Nachbarscheune aus braunen Ziegel und die Giebelwände mit Schiefer verkleidet. Die Kosten dürften sich auf rund 20 000 Euro belaufen .Die Fertigstellung muss bis zur 700 Jahrfeier des Dorfes Ende Juni erfolgen. Kleinere Bau- und Verschönerungsmaßnahmen sind auch im Schernecker Friedhof vorgesehen. Eingeplant waren rund 30 000 Euro für diese Maßnahme. Das niedrigste Angebot einer Untersiemauer Firma, belief sich auf 12 688 Euro. Daher beschloss der Rat einstimmig, dass größere Solitärbäume zur Pflanzung kommen sollen.
Keine Einwände hatte das Gremium auch für eine Änderung des Flächennutzungsplanes in der Hutstraße. Für die Ersatzteilbeschaffungen für die Feuerwehren wurden 6 657 Euro genehmigt. Im Haushaltsplan waren für diese Maßnahme 10 000 Euro eingeplant.
Zum Sachstand der Umbauarbeiten an der Kläranlage des Abwasserzweckverbandes Mittlerer Itzgrund in Meschenbach referierten der Kämmerer der VG Grub am Forst Michael Heß und der Planer Jürgen Weber.Für den Neubau wurden im Jahre 2015 fast 1,5 Millionen Euro,und im letzten Jahr 1,42 Millionen Euro ausgegeben . In diesem Jahr wird mit 1,57 Millionen Euro an Ausgaben gerechnet. Ein genehmigtes Darlehen in Höhe von zwei Millionen Euro muss in diesem Jahr in Anspruch genommen werden , führte Michael Heß aus. Wie sich die Umlage der beteiligten Gemeinden ab 2020 entwickle, kann nicht vorausgesagt werden. Dies wäre nur eine Spekulation, führte Heß aus. Dies hänge auch vom Stromverbrauch und von der Verwendung des Klärschlammes ab. Mit der Fertigstellung rechnet Ingenieur Jürgen Weber Mitte dieses Jahres. Eine ausführliche Stellungsnahme zum Umsetzungskonzept für hydromorphologische Maßnahmen des Wasserwirtschaftsamtes Kronach am Gewässer der Itz lag der Gemeinde vor. Bis zum Jahre 2027 sollen drei Maßnahmen im Gemeindebereich durchgeführt werden. Im Bereich der Gemeindeverbindungsstraße Meschenbach - Stöppach soll ein Nebenarm als Flachwasserzone entstehen . Ferner werden die Flussbett- und Randbereiche der Itz ökologisch gestaltet. Dies trifft auch für den mittleren Bereich zwischen Meschenbach und Scherneck zu. Im Bereich der zwei Wasserkraftwerke sollen mit jeweils einen Bauwerk auch bei Trockenheit die Seitenarme der Itz mit Wasser versorgt werden. Der Rat machte zur Bedingung, dass die neuen Biotopflächen auch gepflegt werden und sowohl die Weide- als auch die Carlmühle bei Niedrigwasser ihre Turbinen betreiben können.
Über die Vorverlegung des Beginns der Gemeinderatssitzungen , wie von der SPD Fraktion gefordert, von 19.00 Uhr auf 18.00 Uhr entspann sich eine rege Diskussion. Da in einer Sitzung des Gremium vom 5. Juni 2014 beschlossen wurde, den Beginn bei 19.00 zu belassen , meinte Uwe Wenzel ( CSU) dass laut Geschäftsordnung nach §29 kein zweites Mal über den selben Antrag abgestimmt werden darf. Dies wurde bei Stimmengleichheit jedoch abgelehnt. Daher musste erneut über den Sitzungsbeginn abgestimmt werden. Sowohl Wilhelm Kirchner ( FW ) als auch Andrea Schiele-Eberlein (UWG) wünschten den Beibehalt des Sitzungsbeginns um 19.00 Uhr . Die Zustimmung erfolgte mit elf zu fünf Stimmen.
Bürgermeister Rosenbauer appellierte an die Einwohner, Einspruch gegen den Strom Netzentwicklungsplan 2030 einzulegen. Dabei sei es gleichgültig, welche der bereits viel diskutierten Trassen P 44 oder P 44mod gebaut werden soll. Der Landkreis Coburg habe schon sehr viel mit der ICE Strecke, der Autobahn und der Hochspannungsleitung an Attraktion eingebüßt. Daher ist auf der letzten Seite des Amtsblattes Nummer 4 ein Vordruck, indem die Bürger ihre Ablehnung gegen eine weitere Stromtrasse im Coburger Land kundgeben können. Der Vordruck muss aber über eine Eingabemaske im Internet oder per Post bis spätesten 28. Februar erfolgen. Die Parkprobleme im Bereich der Kindergärten brachte Andrea Schiele -Eberlein zur Sprache. Sie fragte an, ob im Bereich des Kindergartens Sonnenschein neue Parkflächen ausgewiesen werden können. Bei dieser Gelegenheit wurde auch bekannt, dass immer wieder Eltern, die ihre Kinder zum Kindergarten oder zur Schule fahren, verkehrt die Einbahnstraße befahren. Der Hausmeister wird beauftragt dies zu kontrollieren. Falls keine Änderung der gefährlichen und verbotenen Fahrweise erfolgt, wird die Polizei gebeten werden, vermehrt Kontrollen durchzuführen.
Heinz Stammberger